Straßentheater gegen Abschiebungen

Wir klagen an.
Im Namen einer solidarischen Gesellschaft.
In Namen der Menschenrechte, die für alle Menschen gelten.
Wir klagen an.
Die Verantwortlichen der menschenverachtenden Abschiebungen.
Für eine offene und grenzenlose Gesellschaft!

In vier Szenen werden in Form des Straßentheaters Abschiebungen thematisiert und dafür verantwortliche Personen in den Fokus gestellt. Das Theater wird in den nächsten Wochen an verschiedenen Plätzen aufgeführt. Vorführtermine findet ihr hier oder unter Kontakt/Termine.

Vorführtermine:
Sa, 06. Oktober 2018, | an der Abschlusskundgebung der Demo Widerständiges Bayern | Start Aufsessplatz (14 Uhr) – Ende Heimatministerium

Pressemitteilung 22.05.2018

Pressemitteilung der Initiative Bürgerasyl Nürnberg-Fürth vom 22.05.2018

Abschiebungen nach Afghanistan gehen weiter!
Mehr als 80 Personen in Nürnberg und Fürth unterstützen Bürgerasyl für afghanische Geflüchtete

Die Initiative Bürgerasyl Nürnberg Fürth hat sich gegründet, um
afghanischen Geflüchteten Bürgerasyl zu gewähren. Heute, Dienstag den
22. Mai, soll voraussichtlich die mittlerweile 13. Sammelabschiebung
nach Afghanistan erfolgen. Wir rufen dazu auf, Abschiebungen nach
Afghanistan sofort zu beenden, denn Afghanistan ist nicht sicher.
Trotz des starken Anstiegs an Anschlägen und Kampfhandlungen in
Afghanistan, ignoriert die Bundesregierung weiter jegliche Warnungen von
Expert*innen über die Sicherheitslage vor Ort und treibt Abschiebungen
nach Afghanistan weiter voran.

Die Politik muss endlich Verantwortung übernehmen, sie darf keine
Menschen mehr in Kriegsgebiete zurückschicken – erklären engagierte
Bürger*innen und zeigen sich mit den Abschiebungen nach Afghanistan
nicht einverstanden. Mehr als 80 Personen, vom Pfarrer über die
Psychologin, von der Professorin bis zum Gewerkschafter, haben die
Erklärung mittlerweile unterzeichnet:

„Ich unterstütze das Bürgerasyl für afghanische Geflüchtete, weil es in
meinen Augen ein Verbrechen ist, Menschen in ein Land abzuschieben, wo
ein menschenwürdiges Leben nicht möglich ist sowie Folter und Ermordung
drohen.“
erklärt Frau Petra Wachter aus Nürnberg.

Christine Deutschmann, Vorsitzende des mittelfränkischen
Bezirksverbandes der Partei Mut unterstützt Bürgerasyl, weil: „[…]
Abschiebungen in Kriegsgebiete gegen die Genfer Flüchtlingskonvention
verstoßen und unsere Regierung, gegen alle Expertenmeinungen, immer noch
behauptet, es gäbe sichere Gebiete in Afghanistan“.

Da wir hier, in Nürnberg und Fürth, leben, kritisieren wir insbesondere
auch die Schlüsselrolle Bayerns in der deutschen Abschiebepolitik.
Bayern hat mit mehr als 90 Personen bisher bundesweit die meisten
Abschiebungen nach Afghanistan vollzogen. Dabei wird ignoriert, dass in
Afghanistan Krieg und Terror herrschen und weder eine
Gesundheitsversorgung noch der Schutz verfolgter Minderheiten garantiert
ist. So wurde bislang eine Vielzahl der geplanten Abschiebungen aus
Bayern aufgrund von Krankheiten oder erheblichen rechtlichen Zweifeln
gerichtlich gestoppt. Um dieser staatlichen Verantwortungslosigkeit zu
widersprechen, erachten wir Bürgerasyl als legitim und notwendig.

Kontakt und Informationen:
Mail: buergerasyl-nuernberg-fuerth@riseup.de
Homepage: http://buergerasyl.blogsport.de
Facebook: facebook.com/buergerasylnuernbergfuerth/

Erstunterzeichner*innen

Liste der Erstunterzeichner*innen (Stand Mai 2018):

„Ich werde von Abschiebung bedrohten Flüchtlingen aus Afghanistan Bürgerasyl gewähren.“

Prof. Dr. Ingrid Artus, Institut für Soziologie, FAU
Michaela Baetz, Politikwissenschaftlerin
Nadja Bennewitz, Historikerin
Ursula Bierschenk, Psychologin
Dieter Binz
Johanna Böhm, Bayerischer Flüchtlingsrat
Kathrin Braun, Sozialpädagogin
Heidrun Buchner, Fremdsprachen-Korrespondentin
Maria Christl, Heilpraktikerin
Finn Damman, Wissenschaftlicher Mitarbeiter FAU
Uwe Darius, verdi Mittelfranken
Christine Deutschmann, Partei MUT
Roman Deska, Brickwater
Oliver Dichtler, Schulpsychologe
Erkan Dinar, Stadt- und Kreisrat der LINKEN aus Weißenburg in Bay.
Franz Fisch, Lehrer
Simone Fischer, Sozialarbeiterin
Emilio Franco, Student
Vanessa Friedl
Oliver Gödel, Dipl.-Kaufmann
Max Göricke, Student
Susanne Großmann
Kuno Hauck, Pfarrer
Niklas Haupt, Fürther Bündnis gegen Rechts / DIE LINKE
Mathias Heintz
Dr. Elisabeth Heyn, IPPNW
Peter Hoffmann
Vivien Hofmann
Judith Holland
Monika Hopp, Jugendreferentin und Integrationslotsin bei der evangelischen Jugend Nürnberg
Anne Isphording, Rentnerin und TouchLIfe-Praktikerin
Sebastian Jung, Gewerkschaftssekretär
Süleymen Keskin, Elektriker
Ceyda Keskin, Projektreferentin
Katrin Kleemann, Sozialpädagogin
Katharina Königer, Studentin HfM Nürnberg
Ute Königer, Musiklehrerin
Manuela Kozauer, Studentin
Michael Kräher, Schreiner
Jonas Lanig, Bundesvorstitzender der Aktion Humane Schule
Martin Lehnerer
Manfred Lenk, Rentner und ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe
Steffen Luther, Arbeiter
Werner Lutz, Künstlerinitiative Unruhestifter
Ulrike Mai-Wich, Flüchtlingshelferin
Klaus Martius, Restaurator
Elfi Maus, Unterstützerkreis Schnaittach
Miguel Mayorga, BETAMENSCH
Melanie Müller, Studentin
Fabian Northmann, Pädagoge B.A./Kinder- und Jugendhilfezentrum Fürth
Marion Padua, Stadträtin Linke Liste
Dorothee Petersen, Sozialpädagogin
I. Philipow, Rektorin in Rente
Katharina Pöllmann-Heller
Sabine Powroslo, Sozialpädagogin
Elisabeth Ramthun, Rentnerin
Christine Riessner, Musikerin
Anna Salomon
Daniel Schinhammer
Tobias Schinhammer
Arwen Schnack, Autorin und Lehrerin für Deutsch
Katja Schulte
Birgit Schulz
Mario Schwandt, Gewerkschaftssekretär GEW
Elisabeth Schwemmer, IMEDANA e.V./Internationales Frauencafé
Anna-Katharina Segnitz vonSchmalfelden, Violinlehrerin
Titus Schüller, Stadtrat DIE LINKE
Leonhard F. Seidl, Schriftsteller
Julia Seidl, Romanistin
Irene Senger, Schneidermeisterin
Barbara Sprachmüller, Heilpädagogin
Stephan Stadlbauer, Lehrer, Sprecher Sozialforum Fürth
Leander Sukov, Schriftsteller
Petra Wachter, Lehrerin, GEW
Birgit Waldmann
Elke Weidner, Logopädin
Johannes Wirth
Matthias Wolf
Hildegrund Würzberger
Ute Wolfram
Dietmar Zeilinger

Wenn auch Sie die Erklärung unterstützen möchten, schreiben Sie eine Mail an buergerasyl-nuernberg-fuerth@riseup.de

Pressemitteilung 07.05.

Pressemitteilung der Initiative Bürgerasyl Nürnberg-Fürth vom 07.05.2018


Pressekundgebung: Bürgerasyl geht in Nürnberg und Fürth an den Start
Mehr als 70 Personen unterstützen die Erklärung zum Bürgerasyl

Die Initiative Bürgerasyl Nürnberg Fürth hat sich gegründet, um afghanischen Geflüchteten Bürgerasyl zu gewähren. Heute gehen wir um 18 Uhr am Weißen Turm in Nürnberg, mit der Erklärung „Bürgerasyl für afghanische Geflüchtete“ an die Öffentlichkeit.
Wir rufen dazu auf, Abschiebungen nach Afghanistan sofort zu beenden, denn Afghanistan ist nicht sicher.
Die Politik muss endlich Verantwortung übernehmen, sie darf keine Menschen mehr in Kriegsgebiete zurückschicken – erklären engagierte Bürger*innen und zeigen sich mit den Abschiebungen nach Afghanistan nicht einverstanden. Mehr als 70 Personen, vom Pfarrer über die Psychologin, von der Professorin bis zum Gewerkschafter, haben die Erklärung mittlerweile unterzeichnet:

„Ich unterstütze das Bürgerasyl für afghanische Geflüchtete, weil christliches Handeln nicht nach einer Zwangskruzifizierung bayerischer Amtsstuben, sondern nach gelebter Nächstenliebe verlangt. (Matthäus 25, Vers 35)“ erklärt Jonas Lanig, Bundesvorsitzender der Aktion Humane Schule.

Werner Lutz von der Künstlerinitiative Unruhestifter begründet:
„Ich unterstütze das Bürgerasyl für afghanische Geflüchete, weil ich es katastrophal und menschenverachtend finde, wenn eine Regierung Menschen, die aus Kriegsgründen flüchten (für die Deutschland direkt mit verantwortlich ist) wieder zurück in ihre Heimat schicken will, in der Krieg und Terror herrschen.“

Ich habe die Erklärung Bürgerasyl für afghanische Flüchtlinge unterzeichnet, weil ich die Flüchtlingspolitik der Bunderregierung und der Bayerischen Staatregierung unerträglich finde“, sagt Michaela Baetz, Politikwissenschaftlerin. „Wenn Menschen die hier Schutz suchen das im Grundgesetzt verankerte Recht auf Asyl verweigert wird, dann halten ich zivilen Ungehorsam für angebracht.“

Da wir hier, in Nürnberg und Fürth, leben, kritisieren wir insbesondere auch die Schlüsselrolle Bayerns in der deutschen Abschiebepolitik: Bayern hat seit Start der Sammelabschiebungen, mit bisher mehr als 90 Personen bundesweit die meisten Abschiebungen nach Afghanistan vollzogen.
Um dieser staatlichen Verantwortungslosigkeit zu widersprechen, erachten wir Bürgerasyl als legitim und notwendig. Wenn Appelle, Demonstrationen, und Mahnwachen nichts bewirken, sind ziviler Ungehorsam und Mut im Namen der Menschlichkeit unsere Pflicht.

Kontakt und Informationen:
Mail: buergerasyl-nuernberg-fuerth@riseup.de
Homepage: http://buergerasyl.blogsport.de
Facebook: facebook.com/buergerasylnuernbergfuerth/

Pressekundgebung

Pressekundgebung
Montag, 7.5.2018, 18.00 Uhr
Weißer Turm, Nürnberg

Afghanistan ist nicht sicher! Abschiebungen sofort beenden!

Wir werden von Abschiebungen bedrohten Flüchtlingen aus Afghanistan Bürgerasyl gewähren. Notfalls werden wir die Menschen bei uns zu Hause unterbringen, die in Krieg und Verfolgung zurückgeschickt werden sollen.

Warum müssen die Abschiebungen nach Afghanistan sofort beendet werden?

2016 stand Afghanistan auf Platz 2 der Liste der von terrorbetroffenen Länder (Global Terrorism Index). Internationale Organisationen und ExpertInnen sind sich einig, dass sich die Sicherheitslage in Afghanistan im letzten Jahr massiv verschärft hat. Die wechselnden Kriegsfronten ziehen sich durch alle Regionen, das Auswärtige Amt in Berlin warnt seit Jahren vor Reisen in das Land. Seit über 15 Jahren versucht die Bundeswehr erfolglos die Region zu beruhigen, deutsche PolitikerInnen wagen sich allenfalls mit schusssicheren Westen und im Sicherheitskonvoi ins Land. Allein im ersten Halbjahr 2017 sind über 1600 ZivilistInnen bei Angriffen und Bombenanschlägen getötet worden. Die Dunkelziffer ist deutlich höher. Die Konflikte bestimmen in Afghanistan den Alltag. Seit Jahren ist die Zahl der Menschen, die vor bewaffneten Konflikten innerhalb des Landes fliehen, auf Rekordhöhe.

Auch die neue Regierung wird allen Protesten zum Trotz an den Abschiebungen festhalten

Dennoch schiebt die Bundesregierung seit Dezember 2016 in das Bürgerkriegsland ab. Geflüchtete werden zwangsweise in Chartermaschinen nach Kabul geflogen. Bayern nimmt eine Schlüsselrolle bei dieser Abschiebepolitik ein und hat bisher bundesweit die meisten Abschiebungen nach Afghanistan vollzogen. Dabei wird ignoriert, dass in Afghanistan Krieg und Terror herrschen und weder eine Gesundheitsversorgung noch der Schutz verfolgter Minderheiten garantiert ist. So wurde bislang eine Vielzahl der geplanten Abschiebungen aus Bayern aufgrund von Krankheiten oder erheblichen rechtlichen Zweifeln gerichtlich gestoppt. Das besonders skrupellose Vorgehen bayerischer Behörden, einen Jugendlichen direkt aus der Schule abzuschieben, hat bundesweit für Aufsehen gesorgt.

Bürgerasyl ist legitim und notwendig!

Wir lehnen Abschiebungen als Mittel der Migrationspolitik ab! Ist ein Bürgerasyl „legal“ – im juristischen Sinne kommt es auf den konkreten Fall an. In jedem Fall aber ist es legitim!
Wenn Appelle, Demonstrationen, und Mahnwachen nichts bewirken, sind ziviler Ungehorsam und Mut im Namen der Menschlichkeit unsere Pflicht. Wir schauen nicht länger zu wie Menschen in Kriegsgebiete abgeschoben werden. Wir werden unsere Wohnungen öffnen für diejenigen, die in Krieg und Verfolgung zurückgeschickt werden sollen. Mutige Kirchengemeinden helfen seit Jahren Einzelfällen mit Kirchenasyl. Viele FreundInnen und Verwandte unterstützen ihre abschiebebedrohten Angehörigen. Machen wir es wie sie! Gehen wir gemeinsam den ersten Schritt, um in einer Gesellschaft zu leben, in der Menschenrechte für alle gelten!

Wenn Sie diese Erklärung unterstützen wollen, dann schreiben Sie an:
buergerasyl-nuernberg-fuerth@riseup.net

Ich werde von Abschiebung bedrohten Flüchtlingen aus Afghanistan Bürgerasyl gewähren.

Geben Sie bitte Ihren Namen und Ihre Funktion bzw. Organisation an.
Die Erklärung und die UnterstützerInnen werden im Internet veröffentlicht.